Wort zum Sonntag, 3. Juli 2011 – Graffiti

Niesenbergergasse, Graz im Juli 2011

Niesenbergergasse, Graz im Juli 2011

„Selbst die größten Graffiti sind abgestandener Abfall der Comic-Malereien der 60er Jahre. Hier zeigt sich die hässliche Fratze der Durchsetzungs-Gesinnung und der Freude am Rechtsbruch.“ (Christoph Stölzl, u.a. Präsident der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar)

Das Wort zum Sonntag, 26.6.2011 – Columbo

„Ich bin in der Realität ähnlich schlampig wie Columbo, aber nicht annähernd so schlau.“ (Peter Falk, 1927-2011)

Das Wort zum Sonntag, 19. Juni 2011 – Kirchenvater Augustinus

„Das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das von Gott nicht nach seinem Ebenbilde geschaffen wurde. Es entspricht der natürlichen Ordnung, dass die Frauen den Männern dienen.“
(Kirchenvater Augustinus, hl., 354-430)

Heimat

Lustigerweise regnete es an diesem Tag nicht. Es war auch nicht sonderlich kalt, lediglich Gebruder Wind war einsamer Wegbegleiter. Viele Leute trifft man hier nicht, und wenn, dann erkennen sie einen kaum noch. Oder sie tun so als ob.

Menschen gehen hier auch nicht mehr zu Fuß – sie fahren Automobile und motorisierte Zweiräder. Als „dynamische und mobil-moderne Gesellschaft“ würden es die einen bezeichnen, andere vielleicht als „kollektiven ökologischen Suizid im Kleinen„. Ich selbst wage nicht zu urteilen.

Ein Streifzug in einsamen Bildern.

Kein Bett im Kornfeld

Auf einer Straße nach Nirgendwo

Meine Partnerin mit der kalten Schnauze

Das Wort zum Sonntag, 12. Juni 2011 – Wenn jemand bei einem Manne…

„Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben; …“(3.Mose 20,13)

Das Wort zum Sonntag, 5. Juni 2011

Meine Jünger, singet dem Herrn ein HU!

Echt wahr.

Burschenschaften sind wie Hakenkreuze: unbeliebt und aus der Mode„, mit diesem Satz soll HC Strache – bei einer internen FPÖ-Veranstaltung – seine geplante Heldenplatzrede für den 8. Mai abgesagt haben. Johann Gudenus blieb in diesem Moment laut Augenzeugenberichten die ach so köstlich schmeckende Stelze regelrecht im Halse stecken – er verkutzte sich, das in die Kehle geschüttete Bier schied er über die beiden Nasenlöcher auf unnatürliche Weise wieder aus. Auch der 3. Nationalratspräsident war erbost. Martin Graf verließ äußerst verstimmt das nun längst verstummte Bierzelt hurtig im Schweinsgalopp – hinaus in die Einöde des Nichts.

Der EU-Mölzer hingegen sah die Zeit des Aufstandes nun endlich gekommen. Im exakten 120°-Winkel streckte er seine rechte Hand von sich. „Fünf Watschen. Und jede davon verpass ich dir persönlich„, brüllte er vom hinteren Ende des Zeltes Richtung Heinz Christian, der nun etwas gar klein wirkte von so weit hinten. Mölzer war wild entschlossen, weiße Schaumblasen bildeten sich um seinen Mund und wurden deutlich sichtbar. Er kämpfte sich durch dieses schier endlose Tisch-Labyrinth, ehe er doch noch beim Rednerpult ankam, Strache ansah und mit seiner kräftigen Rechten Anlauf nahm. Ein mystisches Raunen ging durch das von strammen Deutschnationalen gefüllte Zelt. Von nun an sollte sich alles ändern. Alles.

Echt wahr.

Seid stolz auf mich

Vorvorgestern aß ich grünen Salat. Vorgestern dann auch Paradeiser. Und Gestern sogar eine Gurke - zuvor gewaschen? Ich hoffe, sicher bin ich mir aber nicht mehr.

Und heute, ja heute lebe ich noch. Vorerst frei von jeglichen Beschwerden.

Meinen Kindeskindern will ich später einmal erzählen: Ich habe ihn überlebt, den Todes-Keim. Knapp, aber doch. Seid stolz auf mich.

Mein Großvater – seine Geschichte – der Krieg

Februar 28, 2011 6 Kommentare

Gegen Ende des Jahres 1944 flattert der herbeigewünschte Einberufungsbefehl ins Haus. Mein Opa wird Teil der Wehrmacht-Spezialeinheit „Hermann Göring„. Von der FlaK-Arbeit in Niederösterreich geht es direkt nach Polen, wo es den Dienst zu verrichten gilt.

Mein Opa, Franz Hasenberger

Warum aus der Siegeseuphorie eines damals 17-jährigen rasch ein augenöffnender Überlebenskampf wurde, erzählte mir mein Großvater, Franz Hasenberger (*1927), in einem persönlichen Gespräch am 18.2.2011 in seinem Haus in Altpölla, Niederösterreich.

Dauer: 7 Minuten

24

Actionheld Jack Bauer erlebte in der Serie „24″ bereits acht Mal den längsten Tag seines Lebens. Aus reinem Interesse heraus, habe ich 24 Stunden meines Lebens mit der Handy-Kamera bildlich festgehalten. Einen kleinen Ausschnitt könnt ihr im Folgenden sehen.

17 Uhr – 29.1.2011

Keine zwei Minuten von der Wohnungstür entfernt, befindet sich eine dezent „grindige“ Grazer Gasse. Der Gestank von Müllsäcken, getrocknetem Urin und Hundekot wurde durch ein geschmackvolles Unterhöschen optisch unterstrichen.

Unterhose in Regenrinne - 29.1./17 Uhr

17:05 Uhr

Alles verboten, trotzdem machen! Liebe Kinder, lasst euch nicht verarschen.

Was Kinder vom Verbot halten, ist deutlich lesbar: "scheisse" - 29.1./17:05 Uhr

21:34 Uhr

Eine Faschings- und Geburtstagsfeier mit „Message“.

Trauriger Clown will einfach nur Frieden - 29.1./21:34 Uhr

1:34 Uhr – 30.1.2011

Alle Gäste fühlen sich wohl – so soll’s sein!

 

Gute Laune ist garantiert - 30.1./1:21 Uhr

4:16 Uhr

Kurz und knackig formuliert: „Schleichts eich!

 

Gäste werden höflich aber bestimmt hinausgewiesen - 30.1./4:16 Uhr

16:42 Uhr

Scharade wurde auch gespielt. Hier ein Überbleibsel – gefunden beim Aufräumen.

 

Aufräumarbeiten - ein Scharadebegriff - 30.1./16:42 Uhr

17 Uhr – 30.1.2011

Die Wohnung ist sauber und ihre Besitzer um einige interessante Waren reicher. Ein Dank ans Partyvolk!

 

Partyfundstücke - 30.1./17:00 Uhr

 

Wer noch nicht genug hat, klickt bitte hier

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